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Sehenswürdigkeiten bei Dessie

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Haiq Estifanos

Nördlich von Dessie liegt das berühmte aus dem 13. Jh. stammende Kloster Haiq Estifanos. Das Kloster sympatisierte in früherer Zeit mit der solomonischen Dynastie in Lalibela. Nur Möche leben und dienen hier. Im Kloster befinden sich zahlreiche hölzerne und steinerne Relikte aus seiner Gründungszeit.

Gishen Mariam

Folgt man der kurvenreichen Straße westlich von Dessie und über den Bishlo-Fluss, so erreicht man eine der heiligsten Kirchen Äthiopiens, die in fabelhafter Landschaft auf einer Hochebene gelegen ist.
Unter der Kirche soll ein Stück des echten Kreuzes begraben sein, an dem Jesus gekreuzigt wurde und welches der Herrscher Zerea Yeaekob im 15. Jh. hierher gebracht haben soll. Am 1. Oktober, zum St. Marys Tag, versammeln sich jedes Jahr tausende von Pilger zum Gedenken. 

Meqdela

Umgeben von beeindruckender Natur und zahlreichen Pfaden, ist Meqdela sowohl für trekking als auch geschichtlich ein äußerst interessanter Ort.
Als die Herrscher in Gondar, bedingt durch die Anwesenheit der Oromo und der Uneinigkeiten der Kirche bezüglich der Doktrine, an Macht verloren, übernahmen verschiedene Kriegsherren die Herrschaft. Diese Zeit wurde als die Era der Prinzen bekannt. Die Jahrzehnte des Bürgerkriegs endeten in 1855 als Kriegsherr Tewodros II an die Macht kam. Meqdela wurde zur Hauptstadt und zum militärischen Stützpunkt. Tewodros II hatte viel Ehrgeiz ein einheitliches Äthiopien zu schaffen. Dafür bat er die englische Königin um Hilfe. Leider kam ihre Antwort sehr verzögert, so dass Tewodros II sämtliche Briten in Äthiopien inhaftieren lies, die er in den 1850-er in Maqdela gefangen hielt. Als die Verhandlungen mit der britischen Regierung ohne Ergebnis verliefen, beschloss das britische Kabinett eine 2 Millionen Pfund teure Befreiungsexpedition aufzustellen, die von General Napier angeführt wurde.

Sie bestand aus Soldaten der Infantrie, Artillerie und Kavallerie sowie zahlreiche Ingenieure. Die ca. 390 Meilen lange Expedition began in Kumayli, an der Küste des Roten Meers, durchquerte Eritrea, führte vorbei an dem Hashengiesee und endete schließlich in Magdela. Über 35.000 Packtiere, inklusive Kamele und Elefanten nahmen an dieser Reise teil. Tewodros II beging 1868 Selbstmord, nachdem er von den Truppen der englischen Königin Viktoria besiegt wurde.

Sein Grab und die alte Kirche, sowie der Sebastopol Cannyon können zu Fuss oder per Esel besucht werden.

Unsere Tourangebote: linkTrekking in Maqdela