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Nationalparks in Äthiopien

Bale Dinsho

Mit einer Fülle von unglaublichen Landschaften gesegnet, lässt sich Äthiopien in drei Gebiete unterteilen: dem bergigen, fruchtbaren Hochland mit dem milden Klima, dem heissen und trockenen Flachland des Grossen Afrikanischen Grabenbruchs mit zahlreichen Seen und gelgentlichen heissen Quellen und dem südöstlichen Tiefland mit Buschland und Savannenlanschaft.


Afro-alpine Highlands, Wüsten und Salzseen, aktive Vulkane, Savannen voller Tiere, Feuchtgebiete mit seltenen, wunderschönen Vögeln, schäumende Flüsse, riesige Wasserfälle und dichter, grüner Regenwald… die Liste ist endlos. Von den schroffen Gipfeln der Simien Mountains bis zu dem tiefesten Punkt der Danakil Senke (- 116 m unter Null), einer der tiefsten und trockendsten Punkten der Erde, bietet Äthiopien einzigartige Reiseabenteuer in Afrika.

Bale Mountains National Park

400 km südöstlich von Addis Ababa entfernt, liegen die Bale Mountains mit Tullu Deemto, ihrem höchsten Gipfel. Der Park ist berühmt für seine verschiedenartige Flora und den guten Angelmöglichkeiten. Mit seiner Afro-Alpinen Vegetation, den tropisch feuchten Wäldern sowie dem ausgedehnten Grassland, bietet es beste Reit- oder Trekkingelegenheiten.

 

Die zahlreichen, unterschiedlichen Biotope ziehen eine Vielzahl von Tier- und Vogelarten an und die Bergbäche sind voll von Regenbogenforellen, die wiederrum Fliegenfischer anziehen.

 

Relevante Touren: linkBale Mountains trekking

 

 Simien Mountains National Park

Einer der schönsten und bekanntesten Nationalparks im Norden des Landes ist der Simien Mountains Nationalpark. Mit schroffen Gipfeln, einzigartiger Landschaft und Botanik bietet der Simien Mountains Nationalpark zahlreiche Trekkingmöglichkeiten. Der höchste Gipfel, Ras Dashen, ragt 4543 m hoch auf und bietet einmalige Aussichten über die umgebende Landschaft. Obwohl nicht all zu weit weg vom Äquator, so ist der Gipfel doch eisbedeckt, und die Temperaturen fallen nachts oft unter Null. Hier leben ganze Herden der friedlichen Gelada Baboons, über 50 Vogelarten, Simien Füchse, Klipspringer, Grimm's Ducker und Schirrantilopen, Hyänen und die seltenen Walia Steinböcke, zu deren Schutz der Park hauptsächlich errichtet wurde. Der Park ist gut auf Touristen eingerichtet und es stehen Reit- und Packtiere zur Verfügung.

 

Relevante Touren: linkSimien Mountains Trekking

 

Nechisar National Park

Zwischen hohen Bergen und zwei großen Seen des Großen Afrikanischen Grabenbruchs, dem Abaya und dem Chamo See, liegt der Nechisar National Park. Die weiten Grass-Savannen sind Heimat von Steppenzebras, Grant Gazellen, Grosse Kudus, Klippspringer, Eritrea Dikdiks, Wasserböcke und Warzenschweine und auch kleine Populationen der gefährdeten, einheimischen Nordafrikanische Kuhantilopen sind bis heute erhalten. Eine Bootfahrt auf dem Chamo See bringt Sie den zahreichen, riesigen Krokodilen sowie den hier lebenden Nilpferden näher. Die Seen ziehen eine Vielzahl von Wasservögeln und zahlreiche Fischer an, die in traditionellen Booten dem Nilbarsch und anderen Fischarten nachstellen.

Auch andere Vogelarten, wie der Ziegenmelker, Weissschwanzlerchen, der Riesentrappe, Sundahornraben, Kronenkraniche und viele andere, leben im Nationalpark.

 

Omo National Park

Mit 4068 km2 Wildniss ist der Omo Nationalpark, einer der schönsten und ursprünglichsten Äthiopiens. Der Park ist nicht leicht zugänglich. Zwei Tage Trekking sind nötig um von Kibish oder von Maji aus den Park zu erreichen. Grosse Herden von Elen-Antilopen, Büffeln und Elephanten sowie 306 Vogelarten leben hier entlang des Omo Flusses und in der weitlaufigen Savannenlandschaft. Auch Giraffen, Geparde und Löwen können mit etwas Glück gesichtet werden.

Ein weiteres Highlight im Omo Nationalpark ist ein Besuch des Surma Volksstammes, der immer noch sehr ursprünglich lebt. Die semi-nomadischen Surma sind für Viehzucht bekannt und für den traditionellen Stockkampf mit dem junge Männer ins Erwachsenenalter eintreten.

 

 

Mago National Park

Im Norden von Mount Mago (2,528m), entlang des Omo Flusses liegt der 2612 km2 grosse Mago Nationalpark. Das weite Grassland ist Heimat von 56 Säugetieren, unter anderem von Büffeln, Giraffen, Elefanten und Greater Kudus, Nordafrikanische Kuhantilopen und Giraffengazellen. Manchmal können sogar Löwen, Leoparden und Steppenzebras gesichtet werden. Die Uferbänke ziehen eine bunte Vogelwelt an, wie den Riesentrappen, Sundhornraben, Mahalis, Lappenstare, Königsfischer und Goliathreiher.
Der Park sieht wegen seiner Abgelegenheit sehr wenig Touristen, dementsprechend gibt es kaum Einrichtungen. Ein Besuch beim Stamm der Mursi, die direkt an der Parkgrenze leben, bietet sich an. Von dem Rest der Welt vergessen, konnten diese ihre traditionellen Rituale beibehalten. Mursi Frauen tragen grosse Ohr- und Lippenplatten aus Ton, als Zeichen von Schönheit und Wohlstand.

 

Gambella National Park

Im Westen des Landes gelegen, und weit ab von der Touristenroute, liegt entlang des Baro Flusses der wenig besuchte Gambella Nationalpark. Mit weitem Grassland, Sümpfen und Feuchtgebieten bildet der Nationalpark einzigartige Biotope, die eine bunte Vogelwelt anziehen. Nilgänse, Heilige Ibise, Reiher, Königsfischer und Pelikane sind hier zahlreich.
Zugvögel nutzen die Feuchtgebiete als Nahrungsquelle und Ruhestätte bevor sie wieder ihren weiten Weg nach Europa antreten. Hier leben auch Rappen- und Pferdeantilopen, Elephanten, Giraffen, Topi Moorantilopen und Weiss-Ohr Ponnys. Ein Besuch bei dem Volksstamm der Nuer oder Anuake, die am Rande des Nationalparks leben ist von hier aus möglich.

 

Awash National Park

In dem Tiefland östlich von Addis Ababa, entlang des Awash Flusses liegt das Awash Schutzgebiet. Die ariden und semi-ariden Wälder und Savannen, um den schlafenden Vulkan Fantale, sind Heimat von 46 Tier- und 392 Vogelarten, einige davon endemisch. Oryx und Swayne Antilopen, Löwen, Kudus, Defaffa Wasserböcke und verschiedene Affenarten leben hier. Ebenso wie der Baumhopf, Bronzeflecktaube, Karminspint, Schreiseeadler, Raubadler, Feldeggsfalke, Graubürzel-Singhabicht, Zwergflamingo, Wachteln und viele mehr.

Die imposanten Awash Fälle geben keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass der Fluss weiter nördlich in der Wüste Danakils versickern wird. Eine weitere Attraktion sind die heissen Quellen von Filwoha, die für eine kleine Erfrischung sorgen.

Yangudi-Rassa National Park

Dieser wenig besuchte, 4730 km2 grosse Park entlang der Assab Hauptstrasse, beinhaltet Halbwüste und trockenes Gestrüpp. In dem trockenem Grassland leben Herden von Grevyzebra, Mantelpaviane, Weisse Oryxantilopen, Giraffengazellen und Lamagazellen, die gefährdeten afrikanische Wildesel und verschiedene Vogelarten.