Eingeborenenstämme im Omo Tal![]() In dem südlichen Tiefland, im Omotal, leben die omotisch sprechenden Volksstämme der Mursi, Karo, Gelab, Bume, Bena, Dassanech, Hamer und einigen mehr. Sie leben meistens als Nomaden, immer auf der Suche nach dem nächsten Weidegrund für ihr Vieh. Die Gurage leben mittlerweile zusätzlich zur Viehhaltung auch von Handwerk und von der Landwirtschaft. Sie bauen Ensete (afrikanisches Bananengewächs) an, deren Wurzel, Stamm und Blätter, in langer Zubereitung, zu Prüree und Brot verarbeitet werden. Die Kleidung der meisten Volksstämme ist einfach und effektiv, ein kurzer Lederschurtz, mit eisernen Ringen, Muscheln oder Stickereien geschmückt, wobei da jeder Volksstamm seinen ganz individuellen Stil pflegt. Die Männer und Frauen einiger Volksstämme zieren sich mit traditionelle Narben, die sowohl Schmuck sind als auch das Ansehen in der Gemeinschaft anzeigen. Die Frauen tragen oft nur Schmuck auf ihrer Brust. eim Kopfschmuck ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hamerfrauen flechten flache Blechscheiben in ihr Haar und bilden Zöpfe indem sie roten Ocker in ihr Haar reiben. Hamer, Gelab, Bume und Karo Männer, bilden aus einem geflochtenen Haarschopf und Ton ein Gebilde um ihren gefederten Kopfschmuck zu halten. Auch Körperbemalungen aus Naturfarben sind üblich. Mursi und Surma Frauen dagegen sind berühmt für ihre Ton– und Holzscheiben, die sie in ihre Unterlippen und Ohren einsetzen.Zahlreiche Rituale und Zeremonien, wie der Bullensprung der Hamer oder dem Stockkampf der Surma machen das Omotal zu einem der interessantesten Gebiete auf dem afrikanischen Kontinent. Unser Tourenangebot: Märkte und Bräuche der Volksstämme![]() MärkteViele verschiedene Volksstämme Äthiopiens haben einen wöchentlichen Markt, wo sie, ihre meist landwirtschaftlichen oder handwerklichen, Güter anbieten. Diese Märkte sind bunte und aufregende Ereignisse, die Eingeborene aus der gesamten Region anziehen.
Der BullensprungDie Hamer, die Tsemay, die Benna und Besada haben einige Traditionen und Rituale gemeinsam. Eines der wichtigsten Rituale ist der sogenannte Bullensprung.Will ein junger Mann die Frau seiner Wahl heiraten, so muss er vier mal über den Rücken von etwas 10 Bullen laufen, die von der Familie des Mädchens ausgesucht wurden.Dabei wird er von Freunden unterstützt, den sogenannten 'Maz', die schon erfolgreich über Bullen gesprungen sind. Sie versuchen das Vieh an Ort und Stelle zu halten, damit der Kandidat nicht fällt. Falls der Springer keinen Erfolg hat, wird nicht selten der Wind dafür verantwortlich gemacht und der junge Bräutigam erhält nochmals eine Chance. Gelingt es ihm wieder nicht, wird dies als ein schlechtes Zeichen gedeutet und er erhält erst ein Jahr später nochmals eine Chance. Hat er jedoch Erfolg, so kann er das Mädchen heiraten, in Austausch für Vieh, das er ihrer Familie als Geschenk gibt. Zwei Monate lang trinkt nun das frischvermählte Paar ein Gemisch aus Milch und dem Blut aus der Halsschlagader der Kuh. Ein reicher und starker Mann kann bis zu vier Frauen heiraten.DONGA - Der Stockkampf Donga wird der Stockkampf des Surma-Stamms genannt. Beim Kampf ist jeder der Teilnehmer mit einem ca. 2 m langem aus Hartholz bestehendem Pflock ausgerüstet, der etwa zwei Pfund wiegt. Vor dem Kampf bemalen die Männer ihren Körper mit einer Mixtur aus Kreide. Gekämpft wird nackt.In Angriffsstellung wird der Stock am unteren Ende mit beiden Händen gegriffen, wobei die linke Hand über der rechten liegt, um eine größtmögliche Reichweite ermöglichen. Jeder Teilnehmer schlägt schwungvoll und so oft wie möglich auf seinen Kontrahenten ein, mit der Absicht ihn zum Fall zu bringen und damit aus dem Spiel zu befördern. Die Teilnehmer sind normalerweise unverheiratete Männer. Der Gewinner wird auf eine Plattform zu einer Gruppe Mädchen getragen, die am Rand des Spielfelds warten und die unter sich entscheiden, welche von ihnen um seine Hand anhalten wird. An einem Stockkampf teilzunehmen ist wichtiger als der Sieg.Unsere Tourangebote: |







