Märkte und Bräuche der Volksstämme

Märkte
Viele verschiedene Volksstämme Äthiopiens haben einen wöchentlichen Markt, wo sie, ihre meist landwirtschaftlichen oder handwerklichen, Güter anbieten. Diese Märkte sind bunte und aufregende Ereignisse, die Eingeborene aus der gesamten Region anziehen.- Der Bati-Markt findet immer an einem Montag statt. Hier können Sie die Afar beobachten, sowie Kamelkaravanen.
- Der Senbete-Markt am Sonntag ist ein Markt wo sich Amhara-, Oromo- und Afarvolksgruppen treffen.
- Der Turmi-Markt (montags und samstags) sowie der Demeka-Markt (dienstags und samstags), sind Märkte des Hamer-Volksstamms.
- Die Benna-, Tsemay- , Hamer- und Ari-Volksstämme treffen sich immer donnerstags auf dem Der Key Afar Markt.
- Auf dem Mursi Hana-Markt, am Samstag, treffen sich die Body-Volksstämme, die hier ihre Produkte anbieten.
Der Bullensprung
Die Hamer, die Tsemay, die Benna und Besada haben einige Traditionen und Rituale gemeinsam. Eines der wichtigsten Rituale ist der sogenannte Bullensprung.Will ein junger Mann die Frau seiner Wahl heiraten, so muss er vier mal über den Rücken von etwas 10 Bullen laufen, die von der Familie des Mädchens ausgesucht wurden.Dabei wird er von Freunden unterstützt, den sogenannten 'Maz', die schon erfolgreich über Bullen gesprungen sind. Sie versuchen das Vieh an Ort und Stelle zu halten, damit der Kandidat nicht fällt. Falls der Springer keinen Erfolg hat, wird nicht selten der Wind dafür verantwortlich gemacht und der junge Bräutigam erhält nochmals eine Chance. Gelingt es ihm wieder nicht, wird dies als ein schlechtes Zeichen gedeutet und er erhält erst ein Jahr später nochmals eine Chance.
Hat er jedoch Erfolg, so kann er das Mädchen heiraten, in Austausch für Vieh, das er ihrer Familie als Geschenk gibt. Zwei Monate lang trinkt nun das frischvermählte Paar ein Gemisch aus Milch und dem Blut aus der Halsschlagader der Kuh. Ein reicher und starker Mann kann bis zu vier Frauen heiraten.DONGA - Der Stockkampf
Donga wird der Stockkampf des Surma-Stamms genannt. Beim Kampf ist jeder der Teilnehmer mit einem ca. 2 m langem aus Hartholz bestehendem Pflock ausgerüstet, der etwa zwei Pfund wiegt. Vor dem Kampf bemalen die Männer ihren Körper mit einer Mixtur aus Kreide. Gekämpft wird nackt.In Angriffsstellung wird der Stock am unteren Ende mit beiden Händen gegriffen, wobei die linke Hand über der rechten liegt, um eine größtmögliche Reichweite ermöglichen. Jeder Teilnehmer schlägt schwungvoll und so oft wie möglich auf seinen Kontrahenten ein, mit der Absicht ihn zum Fall zu bringen und damit aus dem Spiel zu befördern. Die Teilnehmer sind normalerweise unverheiratete Männer. Der Gewinner wird auf eine Plattform zu einer Gruppe Mädchen getragen, die am Rand des Spielfelds warten und die unter sich entscheiden, welche von ihnen um seine Hand anhalten wird.
An einem Stockkampf teilzunehmen ist wichtiger als der Sieg.Unsere Tourangebote:
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